Pressemitteilung

„Das Grundrecht auf Religionsfreiheit ist nie angetastet worden“

Präses Manfred Rekowski äußert sich zu Verschwörungstheorien

  • Nr. 76/2020
  • 14.5.2020
  • 1086 Zeichen

Düsseldorf. Angesichts der zahlreichen Verschwörungstheorien zur  Coronakrise, die  durch die Medien geistern, rät Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, in einer Videobotschaft dazu, in diesen bewegten Zeiten einen klaren Kopf zu behalten. Ohne auf einzelne Thesen oder Behauptungen eingehen zu wollen, ist es Manfred Rekowski wichtig, einen Aspekt klarzustellen: „Die Religionsfreiheit ist nie angetastet worden.“ Niemand sei daran gehindert worden zu beten oder die Bibel zu lesen. „Glocken durften öffentlich läuten, keine Predigt wurde zensiert“, sagt der Präses. „Die Grundechte wurden nie gefährdet.“

Präses wünscht sich rücksichtsvolle Haltung

Es ging und gehe um konsequenten Gesundheitsschutz. Präses Rekowski wünscht sich, dass Christinnen und Christen bereit sind, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. „Dazu gehört eine Haltung, die sagt: Ich bin so frei. Ich bin bereit zu Verzicht. Ich nehme Rücksicht, besonders auf die Schwachen.“

Zur Person: Manfred Rekowski

Manfred Rekowski ist seit März 2013 Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Der 62-jährige Theologe wurde in Polen (Masuren) geboren. Als er fünf Jahre alt war, verließ seine Familie ihren Bauernhof und siedelte in die Bundesrepublik über. Rekowski hat in Bethel, Marburg, Bochum und Wuppertal Theologie studiert. 1986 wurde er Pfarrer in Wuppertal.

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Die Evangelische Kirche im Rheinland erstreckt sich über Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Sie gliedert sich in 37 Kirchenkreise mit 668 Kirchengemeinden. Die rheinische Kirche hat mehr als 2,45 Millionen Mitglieder.
  • Christina Schramm
  • Marcel Kuß