26.000 Euro für Projekte in Ruanda, die der Versöhnung dienen
Pressemitteilung

26.000 Euro für Projekte in Ruanda, die der Versöhnung dienen

Partner einer Friedensmission zum Genozid-Gedenken ziehen Bilanz

  • Nr. 87/2019
  • 21.8.2019
  • 1529 Zeichen

Düsseldorf. 26.534 Euro für Versöhnungsarbeit in Ruanda sind das Ergebnis eines gemeinsamen Spendenprojekts von Brot für die Welt, der Kindernothilfe, Vereinter Evangelischer Mission (VEM) und Evangelischer Kirche im Rheinland. Zum Gedenken an den Völkermord vor 25 Jahren hatten sich die kirchlichen Partner in einem erstmals so breiten Bündnis für das ostafrikanische Land stark gemacht. Unter dem Slogan „Ruandas Zukunft braucht Versöhnung“ zeigten sie beispielhaft, wie Friedensarbeit konkret wird: story.ekir.de/ruanda

Präses Manfred Rekowski ist beeindruckt

„Mich beeindruckt, wie sich Christinnen und Christen in Ruanda um Versöhnung bemühen“, sagt Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Eine derartige Geschichte in Trauma-Zentren aufzuarbeiten, schaffe oft erst die Voraussetzung für Versöhnungsbereitschaft. Gleiches gelte für Programme zur Selbsthilfe: Wer auf eigenen Füßen stehe, könne auch auf die Feinde von gestern zugehen. „Auch 25 Jahre nach dem Völkermord ist Versöhnung immer noch eine Aufgabe von Generationen – und für den Einzelnen eine Lebensaufgabe“, betont Rekowski.

So wird das Geld aufgeteilt

Der Betrag von mehr als 26.000 Euro stammt aus Online-Spenden, gottesdienstlichen Kollekten und einem Vermächtnis. Er geht zu je einem Drittel an die Kindernothilfe, die VEM und Brot für die Welt, die damit konkrete Versöhnungsprojekte finanzieren.

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Die Evangelische Kirche im Rheinland erstreckt sich über Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Sie gliedert sich in 37 Kirchenkreise mit 687 Kirchengemeinden. Die rheinische Kirche hat mehr als 2,5 Millionen Mitglieder.

Stichwort: Völkermord in Ruanda

Ruanda 1994. Brutal ermorden vor allem Hutu ihre Landsleute, Tutsi und gemäßigte Hutu, Nachbarn, mit denen sie Tür an Tür lebten. Innerhalb von hundert Tagen sterben mehr als 800.000 Menschen. Was am Abend des 6. April 1994 begann, wirkt bis heute nach.
  • Cornelia Breuer-Iff
  • Silke Salzmann-Bruhn