Wie die rheinische Kirche Bienen schützt
Pressemitteilung

Wie die rheinische Kirche Bienen schützt

Beispiele für nachhaltige Projekte in Kirchenkreisen und Gemeinden

  • Nr. 58/2019
  • 20.5.2019
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Düsseldorf (16. Mai 2019). Handeln für die Schöpfung, das bedeutet für die Evangelische Kirche im Rheinland ganz praktisch, die Lebenswelt der Bienen zu schützen. In Kirchenkreisen und Gemeinden rückt deshalb der Bienenschutz ins Blickfeld. Denn Bienen leisten durch die Bestäubung der Pflanzen einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt von Artenvielfalt und Ökosystem. „Die Bewahrung der Schöpfung ist Christinnen und Christen nicht nur zum heutigen Weltbienentag (20. Mai) eine Verpflichtung“, unterstreicht der rheinische Vizepräsident Dr. Johann Weusmann. „Die nachhaltige Gestaltung unserer Lebenswelt beginnt mit kleinen Schritten vor der eigenen Haustür.“

Kirchenkreis Kleve schafft Lebensraum für Insekten

Zum Beispiel im evangelische Kirchenkreis Kleve am Niederrhein: Hundert Samentüten zum Anlegen von Blühstreifen auf Kirchengrundstücken hat der Kirchenkreis im April an seine 19 Gemeinden sowie alle Pfarrerinnen und Pfarrer verschickt. Daraus sollen bunte Wiesenstreifen wachsen, die Bienen und anderen Insekten neuen Lebensraum geben. Jede Samentüte enthält eine Mischung aus 20 verschiedenen Kräutern und Pflanzen. Der Samen reicht für eine Fläche von rund zehn Quadratmetern. „Die Aktion ist schnell und einfach umsetzbar. Sie soll ein positives Zeichen setzen und zum Mitmachen motivieren“, sagt die Initiatorin Ursula van Haaren. Sie ist Mitglied im Leitungsorgan des Kirchenkreises, dem Kreissynodalvorstand.

Eine Bienenwiese vor der Klarenbach-Kirche

Eine Blumenwiese für Bienen gibt es auch bereits seit 2018 vor der evangelischen Klarenbach-Kirche in Düsseldorf-Holthausen. Gemeinsam mit dem „Netzwerk Blühende Landschaften“ (mellifera.de) hat Jugendleiter Florian Langfeld mit Mitstreitern aus der Kirchengemeinde und dem Stadtteil eine Ackerfläche vor Kirche in eine blühende Sommerwiese verwandelt.

Evangelische Schulen halten Bienen

Im evangelischen Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim (Rheinland-Pfalz) betreut eine Arbeitsgruppe aus Schülerinnen, Schülern und Lehrerinnen, Lehrern zwei Bienenvölker. Ihre Stöcke stehen auf dem Schuldach. Das Evangelische Schulzentrum Hilden bei Düsseldorf hat ebenfalls eine Arbeitsgemeinschaft für schuleigene Bienenstöcke gegründet und kümmert sich um die Tiere, die auf dem Schulgelände zu Hause sind. Die Kirchengemeinde Bonn-Beuel hat eine Patenschaft für ein Bienenvolk bei einem regionalen Imker übernommen.

Bienenhonig vom Landeskirchenamt

Auch rund um das Landeskirchenamt der rheinischen Kirche in Düsseldorf blüht und summt es in der warmen Jahreszeit. Bereits 2015 wurden vier Bienenvölker auf dem Gelände angesiedelt. Eine Wildblumenwiese und Obstbäume auf dem Areal bieten den Insekten Futter. Die liefern dafür reichlich Honig. Im vergangenen Jahr begrünten Präses Manfred Rekowski und die leitenden Mitarbeitenden noch die Außenanlagen vor dem Gebäude in der Hans-Böckler-Straße mit Blühpflanzen und Sträuchern. „Mit unserem neuen Vorgarten nehmen wir zugleich eine biblische Bitte des Propheten Jeremia auf: Pflanzt Gärten und esst ihre Früchte“, erklärt Vizepräsident Weusmann.
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Stichwort: Weltbienentag

Die Vereinten Nationen (UN) haben im Dezember 2017 den 20. Mai zum Weltbienentag ausgerufen. Er wird in diesem Jahr zum zweiten Mal begangen. Die UN möchten damit die Bedeutung der Bienen für die weltweite Ernährung unterstreichen. Ebenso sollen die Bedrohungen, unter denen Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten aktuell leiden, stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Nach Angaben des Weltrats für Biologische Vielfalt sorgen Bienen und andere Insekten mit ihrer Bestäubung jedes Jahr weltweit für Nahrungsmittel im Wert von bis zu 500 Milliarden Euro.
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Bildmaterial

Fotos der Bienen am Düsseldorfer Landeskirchenamt sind hier (honorarfrei bei Nennung: ekir.de) abrufbar.

 

Autorin: Ulrike Klös, Telefon 0681 5898082, E-Mail: ulrike.kloes@ekir.de
Kontakt: Wolfgang Beiderwieden, Telefon 0211 4562-290, E-Mail: wolfgang.beiderwieden@ekir.de