Pressemitteilung

Martin Gauger: Aufrechter Jurist verweigerte Hitler die Treue

Medieneinladung zur Podiumsdiskussion mit NRW-Justizminister

  • Nr. 49/2022
  • 25.3.2022
  • 1328 Zeichen

Düsseldorf. Martin Gauger (1905-1941) aus Elberfeld (Wuppertal) verweigerte als einzig namentlich bekannter Jurist den Treueeid auf Adolf Hitler. Nach der Entlassung aus dem Staatsdienst arbeitete der Jurist für den Lutherrat der Bekennenden Kirche. Die Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen führte letztlich zu seiner Ermordung in der Euthanasieanstalt „Sonnenstein“ bei Pirna. Seine Kirche schützte ihn nicht.

Martin Gaugers bewegende Geschichte steht im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Dr. h. c. Barbara Dauner-Lieb, Präsidentin des Verfassungsgerichtshofs Nordrhein-Westfalen, NRW-Justizminister Peter Biesenbach und Dr. Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, am Dienstag, 5. April 2022, 16 Uhr, in der Johanneskirche, Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf. Die Moderation übernimmt Uwe Schulz (WDR 5). Die Podiumsdiskussion wird veranstaltet vom Justizministerium, der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche.

Einladung an Vertreterinnen und Vertreter der Medien

Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen. Bitte melden Sie sich dazu elektronisch an unter events.crm.ekir.de/civiremote/event/13/register.

Stichwort: Martin Gauger

Martin Gauger wurde am 4. August 1905 als Sohn des Pfarrers Joseph Gauger in Elberfeld geboren. Er studierte Jura und begann 1933 als Rechtsassessor bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht Wuppertal. Wie alle Staatsbeamten sollte er 1934 einen Treueeid auf Adolf Hitler leisten. Als einziger namentlich bekannter Jurist lehnte Martin Gauger dies jedoch ab. Es folgte seine Entlassung aus dem Staatsdienst noch im selben Jahr. Mehr zur Biografie Martin Gaugers finden Sie hier.

--

Die Evangelische Kirche im Rheinland erstreckt sich über Teile der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Sie gliedert sich in 37 Kirchenkreise mit 643 Kirchengemeinden. Die rheinische Kirche hat mehr als 2,3 Millionen Mitglieder.
  • Jens Peter Iven
  • unikat/Jan Schletter