Kirchen diskutieren in der Tafelkirche Oberhausen über Armut und Teilhabe
Pressemitteilung

Kirchen diskutieren in der Tafelkirche Oberhausen über Armut und Teilhabe

Sozialpolitischer Aschermittwoch von Ruhrbistum und rheinischer Kirche

  • Nr. 31/2019
  • 22.2.2019
  • 2377 Zeichen

Oberhausen. „Armut und Teilhabe in Deutschland“ ist die Überschrift des Sozialpolitischen Aschermittwochs 2019, zu dem das Bistum Essen und die Evangelische Kirche im Rheinland am Mittwoch, 6. März, um 10.30 Uhr in die Oberhausener Tafelkirche, Gustavstr. 54, einladen. In der ehemaligen Kirche Heilige Familie diskutieren der rheinische Präses Manfred Rekowski und Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck mit Petra Schiffmann von der Oberhausener Tafel und dem Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann-Stiftung Aart Jan de Geus. Im Fokus des Gesprächs stehen der politische Handlungsbedarf im Kampf gegen Armut und konkrete Ansätze des staatlichen, zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Engagements.

Schiffmann leitet als Vorsitzende der Oberhausener Tafel e.V. den Verein, der in der ehemaligen Kirche an vier Tagen pro Woche rund 2000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Der Niederländer de Geus war als Politiker der christdemokratischen Partei CDA von 2002 bis 2007 Minister für Soziales und Beschäftigung. Anschließend war de Geus stellvertretender Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und ist seit 2011 für die Bertelsmannstiftung tätig.

Begrüßung und Schlusswort des Sozialpolitischen Aschermittwochs gestalten Michael Schlagheck, Direktor der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“, und Frank Vogelsang, Direktor der evangelischen Akademie im Rheinland. Im Anschluss an das Programm laden die Kirchen zu Fastensuppe und Begegnung.

Der Eintritt zum Sozialpolitischen Aschermittwoch ist frei, allerdings ist eine Anmeldung bei der katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ erforderlich unter Tagungsnummer 19089, entweder telefonisch, Tel. 0208 99919-981, oder per E-Mail: akademieanmeldung@bistum-essen.de.

Seit 1998 laden das Ruhrbistum und die rheinische Kirche jährlich zum Sozialpolitischen Aschermittwoch ein. In Anlehnung an die traditionellen Partei-Veranstaltungen an diesem Tag möchten die Kirchen hier einen politischen Akzent aus christlicher Perspektive setzen. So wollen sie zum Ausdruck bringen, dass christlicher Glaube auch zugleich christlichen Einsatz für eine gerechte Gesellschaft bedeutet. Die Veranstaltung findet jährlich wechselnd in einer katholischen und einer evangelischen Kirche statt.